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C a m i ñ a

 
...Eine tiefe Erdverbundenheit prägt den Norden,
eine unbeschreibbare Menschlichkeit,
etwas rätselhaft Geheimnisvolles,
Nachhall einer unvergänglichen Katastrophe,
Spuren des umherziehenden Indios,
vergessene Klänge einer nie gehörten Musik,
die heimlich die endlose Stille durchdringen.

Luis González Zenteno



 
Kirche von Camiña


 

DIE LEGENDE VOM SALPETER

   "Man erzählt eine sonderbare Geschichte über den Salpeter und den Pfarrer von Camiña, eine kleine Gemeinde in der Provinz Tarapacá, 150 km von Pisagua entfernt.

Es heißt, dass zwei Indios nach einer langen, ermüdenden Reise erschöpft ihre Zelte aufschlugen und ein Feuer machten. Sie trauten aber ihren Augen kaum, als plötzlich auch die Erde in Flammen aufging! Außer sich vor Angst rannten sie zum Pfarrer von Camiña, um zu beichten, was sie mit eigenen Augen gesehen hatten – es konnte sich nur um ein Teufelswerk handeln.

Ohne zu zaudern folgte der Pfarrer den Indios an die besagte Stelle und segnete den Ort mit geweihtem Wasser. Daraufhin entnahm er der Erde einige Gesteinsproben, untersuchte diese in seiner Pfarrei und stellte fest, dass das Material kalihaltiges Nitrat enthielt, eine als Schießpulver genutzte Substanz. Den Rest der Proben schüttete er in den begrünten Innenhof seiner Abtei und wie durch ein Wunder begannen die Pflanzen höchst üppig zu sprießen und zu gedeihen.

Der Pfarrer wiederholte diesen Versuch, indem er den Caliche, den Rohstoff des Salpeters, bei der Aussaat in seinen Gemüsegärten anwandte: Und als er sah, wie prächtig sich die Pflanzen entwickelten, pries er den Salpeter als von Gott gesandtes Wundermittel und machte die Erkenntnis weit über die Grenzen seiner Pfarrei hinaus bekannt."

Aus: Roberto Hernández C. El Salitre.


   
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